Lernen neu lernen II: Digitale Bausteine für die Karriere

Arbeitnehmer kommen immer wieder an einen Punkt, an dem sich ihnen die Frage nach der weiteren Perspektive stellt. Geht ihnen die tägliche Arbeit allzu routiniert von der Hand, kann das die Suche nach mehr Gestaltungsspielraum sein oder nach Aufgaben, die die persönliche Entwicklung voranbringen. Kämpfen sie im Alltag jedoch mit Überforderung oder zweifeln sie an ihren Fähigkeiten, steht eher die Frage im Raum, wie sie allen Ansprüchen gerecht werden. In beiden Fällen sollte der erste Schritt sein, sich als Unternehmer/-in in eigener Sache zu begreifen. Als jemanden, der den Wert seiner oder ihrer Dienstleistung erhöhen und Fertigkeiten selbstständig entwickeln sollte – durch zielgerichtete Weiterbildung.

Dass Weiterbildung ein entscheidender Faktor für Arbeitszufriedenheit, eine erfolgreiche Karriere, für spannende Projekte oder die Zusammenarbeit mit interessanten Personen ist, bestätigen Personalverantwortliche deutscher Unternehmen. In einer Studie von Kantar TNS zu den Trends 2018 sagen 88 Prozent der Entscheider, dass beruflicher Aufstieg, mehr Verantwortung und größere Aufgabenbereiche insbesondere von gezielter Weiterbildung abhängen. Die Studie hebt zudem hervor, dass karrierebegleitendes Lernen eine immer größere Bedeutung bekommt. Denn in den beschleunigten Veränderungen der digitalen Transformation hat erworbenes Wissen eine immer kürzere Halbwertzeit.

Ein neuer Mindset führt neues Lernen zum Erfolg

Die Unternehmen stufen das Thema Weiterbildung für ihre eigene Zukunftsfähigkeit und die ihrer Mitarbeiter als sehr hoch ein. Häufig unterstützen sie ihre Belegschaft darin auch aktiv. Jedoch: Neue Skills erlernen wir nicht im Vorbeigehen. Ohne Eigeninitiative, Eigenverantwortung und persönliches Engagement funktioniert es nicht. Deshalb brauchen Lernwillige ein Mindset, in dem sie sich ihren persönlichen Nutzen bewusst machen. Klare Ziele – und erkennbare Wege dorthin – helfen ihnen, die Selbstmotivation dauerhaft hoch zu halten. Zu dem Mindset gehört aber auch ein Umdenken in der Frage, was Lernen überhaupt bedeutet.

Denn das Gewohnheitstier Mensch ist von Lernerfahrungen aus der Schulzeit geprägt. Dort sammelten wir Unmengen an Stoff als Vorratswissen an, um dieses später (vielleicht einmal) anzuwenden. Für die Allgemeinbildung oder kritisches Denken, ist das sicherlich sinnvoll. Um aber über Skills zu verfügen, die wir im Job akut benötigen, hilft das kaum. Dafür müssen wir vielmehr anwendungsbezogen lernen – gerade so wie im Privatleben: Was tun, wenn wir die Gangschaltung des Fahrrads neu einstellen wollen oder erfahren möchten, wie man auch bei schwachem Licht gute Fotos knipsen kann? Wir starten keine Ausbildung zur Fahrradmonteurin oder zum Fotografen. Nein, wir schauen uns ein Online-Tutorial an oder suchen nach einem digitalen How-to, das uns die konkrete Lösung umgehend liefert.

Personalisierte Lernpfade bringen Nutzen und Motivation

Mit digitaler Unterstützung ist die Hürde, praxisbezogene Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erwerben, deutlich niedriger als im linearen und formalisierten Schulsystem: Während wir beim klassischen Lernen den großen Wissens- und Informationsberg vor uns sehen, geht es in neuen Lernformaten darum, das Wissen als portionierte Häppchen (sogenannte Lernbausteine oder Nuggets) zielgerichtet aufzunehmen. Wir lernen nur das, was uns in der aktuellen Situation weiterbringt, wir wenden das Wissen unmittelbar an und können die neuen Fertigkeiten arbeitsbegleitend verstetigen und vertiefen. So wird der Lernerfolg praktisch erfahrbar und der Lernprozess füllt sich mit Leben.

Dieses „Lernen on demand“ basiert auf einer starken Individualisierung des eigenen Lernpfads: Wir bestimmen selbst, was wir lernen, wann wir lernen, in welcher Geschwindigkeit und in welcher inhaltlichen Tiefe. Damit das Gelernte auch dauerhaft zur Verfügung steht, sind die direkte Anwendung, die Adaption in die Praxis und der mehrfach wiederholte Abruf der neuen Fertigkeiten im realen Arbeitsumfeld elementar. Die Vorteile der flexiblen Selbstständigkeit: Wir vergeuden nicht unnötig Zeit und Energie in Lerninhalte mit fragwürdigem Nutzen. Stattdessen verfügen wir über spezialisiertes Fachwissen oder über grundlegende Skills, wenn wir sie im Arbeitsprozess wirklich brauchen. Damit können wir unseren Problemen auf Augenhöhe begegnen und Herausforderungen verlieren an Komplexität.

Das digitale Learning Management System

Im neuen, personalisierten und bedarfsorientierten Lernen ist die Digitalisierung kein Selbstzweck. Vielmehr ist sie der technologisch notwendige Schlüssel. Sie ermöglicht modulare Angebote, die wir jederzeit und von überall abrufen und in den Arbeitsalltag integrieren können. In solchen digitalen und digital erweiterten Weiterbildungsformaten lassen sich auch die Lernmaterialien – je nach Inhalt, persönlicher Präferenz oder Zeitkontingent – variieren. So stehen Webinare, Vorlesungen und Texte gemischt und gleichberechtigt neben Video- und Audio-Beiträgen oder interaktiven Elementen.

Für den erfolgreichen Wissenstransfer in die Arbeitspraxis ist es außerdem ein enormer Gewinn, dass alle Materialien langfristig online zur Verfügung stehen. So wird es problemlos möglich, schwierige Einheiten beliebig oft zu wiederholen oder Teilbereiche später zu vertiefen. Zudem können die Lernenden ihre persönlichen Aufzeichnungen, Anmerkungen oder Fragen untereinander austauschen und in Communities oder mit Tutoren diskutieren. Bei all dem spielt die digitale Lernplattform, das Learning Management System, eine ganz entscheidende Rolle: Sie ist der zentrale Ort, an dem sich alle relevanten Lerninhalte, Informationen und Kommunikationskanäle für die Lernenden versammeln und bündeln – immer erreichbar und transparent. Erfahren Sie hier mehr zum LearningHub@Cegos – der idealen Lernplattform für eine echte Learner Experience.

Auf dem Weg in die Zukunft des Lernens

Die internationale Delphi-Studie des Millennium Projects zur „Zukunft der Arbeit“ wirft einen analytischen Blick voraus. Dabei wird selbstorganisiertes Lernen als eine zentrale Meta-Kompetenz für die nächsten Jahre genannt. Unsere persönliche Entwicklung, unsere Karriereplanung und unser beruflicher Gestaltungsspielraum sind zunehmend davon abhängig, dass wir ein persönliches Portfolio von Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln. Digitale und digital unterstützte Weiterbildung ermöglicht uns genau das.

Lesen Sie auch den ersten Teil "Die Zukunft des Lernens für Unternehmen und Mitarbeiter" unserer Artikelreihe "Lernen neu lernen".

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